Branko Stahl (*1963)

In einer Künstlerfamilie geboren - in vierter Generartion - ist die künstlerische Welt, ihre Kreativität und Absonderlichkeit, von Kindheit an vertraut. Schon in jungen Jahren gesellt sich Sprache als Ausdrucksform hinzu. Bild + Wort lassen den Menschen reifen.

 

In der physikalischen Grundlagenforschung ergreift die Mächtigkeit präziser Sprache das Wesen. Physik, diese elementare Naturwissenschaft, ist nicht einfach Wissen, sondern eine Art zu denken. Perspektivwechsel ebenso wie Abstraktionen entfalten ihre Stärken bei komplexen Zusammenhängen. Dort, wo man nur wenig weiß und doch etwas sagen möchte, zeigt sich die Ehrlichkeit und Kraft angemessener Worte und Begriffe.

 

Eine intensive Schule des Begreifens setzt ein: wenn sich fremde Bereiche des Wissen berühren.

 

Zum Leben erweckt wird das Wort in der Poesie. Sie verleiht ihm Musikalität und schenkt Freiheit zurück. Die Art, etwas zu sagen, hält sich nun im Spannungsverhältnis mit dem zu Sagenden. Bewusstes und Unbewusstes finden Ausdruck. Das Wort fließt ins Leben, wird ihm Bote und Gefährte.

 

Klarheit über das Sagbare und das Unsagbare lassen Sachlichkeit und Mysterium zueinander finden.

 

Ihr gemeinsames Spiel ist Literatur. Sie durchdringt das künstlerische Werk, zeigt sich in Gesichtern, Strukturen, Farben und Formen.